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FRUIT LOGISTICA Daily

Alle Texte zur freien redaktionellen Verwendung. Fotos können mit der Angabe „Messe Berlin“ für die Berichterstattung (nicht für Werbezwecke) kostenfrei genutzt werden – Beleg erbeten. Weitere Pressefotos unter: www.fruitlogistica.de/Presse/Pressefotos

Zitat des Tages

Zitat des Tages

„Die Frucht- und Obstbranche konnte sich immer anpassen. In diesem Geschäft ist man Herausforderungen gewohnt. Sie gehören zur DNA des Geschäfts. Der Brexit ist für uns kein Kampf auf Leben und Tod, sondern eine Unannehmlichkeit, wie ein Schlagloch in einer Straße: Man merkt es – und macht weiter wie bisher.“

Chris White, Geschäftsführer des deutsch-britischen Unternehmens Fruitnet Media International

Zahl des Tages

Zahl des Tages

Insgesamt 6,5 Millionen Tonnen Obst und Gemüse hat das Vereinigte Königreich im Jahr 2018 importiert – und landet damit auf Platz 2 der größten EU-Importeure in diesem Bereich. Bei Gemüse ist UK, zurzeit achtgrößter Produzent in der EU, autarker: 53 Prozent produziert es selbst. Die Top 3 der am meisten importierten Früchte in UK sind Avocados, Blaubeeren und Feigen. Als Gemüse sind vor allem Paprika, Knoblauch und Zuckermais beliebt.

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Thema des Tages: Brexit, neue Grenzen und neue Märkte

Brexit, neue Grenzen und neue Märkte

Aussteller aus 90 Ländern und Fachbesucher aus 130 Ländern: Die FRUIT LOGISTICA wird immer internationaler. Armenien feiert Premiere auf der Messe. Serbien und Albanien haben  ihre Ausstellungsflächen mehr als verdoppelt. Kosovo präsentiert sich erstmals mit einem eigenen Stand. Neue Handelsbeziehungen, Zolltarife und Rahmenbedingungen sind ein großes Thema auf der Messe – genauso wie der Brexit.

Dass gerade Länder aus Ost-Europa ihre Präsenz erhöhen, liegt auch an den Sanktionen gegenüber Russland und Iran. So erhalten die  Absatzmärkte im Westen mehr Bedeutung. Armenien ist mit dem Frischeproduzenten Spayka, größtes Logistikunternehmen in der Kaukasus-Region, zum ersten Mal auf der FRUIT LOGISTICA. Am Fuß des Bergs Ararat baut Spayka in einem Gewächshauskomplex auf über 55 Hektar vor allem Tomaten und Gurken an. Aktuell exportiert Armenien fast nur in Golf- und GUS-Staaten. „Bisher gehen nur fünf Prozent unseres Exports in die EU, wir möchten diesen Anteil auf 20 bis 25 Prozent erhöhen“, sagt Karen Baghdasaryan, stellvertretender Geschäftsführer von Spayka, „Für Bioprodukte aus dem Gewächshaus sowie für verarbeitete Produkte, wie Säfte und Marinaden, sehen wir ein großes Absatzpotenzial.“

Zentrales Thema auf der internationalen Messe ist der Brexit mit seinen möglichen Folgen. Großbritannien ist für viele EU-Länder ein wichtiger Markt. 84 Prozent des Obstes, das UK verzehrt, wird importiert sowie fast die Hälfte des Gemüses. Spanien und die Niederlande sind vor allem für die Gemüseimporte relevant, sie liefern zwei Drittel des Bedarfs an das Vereinigte Königreich. Laut dem European Statistics Handbook 2019 importiert Großbritannien insgesamt frisches Obst im Wert von über 4,5 Milliarden und Gemüse im Wert von über 2,8 Milliarden Euro. Demgegenüber steht ein Frucht-Export von insgesamt 305 Millionen Euro. Das bedeutet: Großbritannien investiert das Zwanzigfache des eigenen Ertrags in frische Früchte. Wie auch immer der Brexit ausgeht, fest steht: Er wird große Auswirkungen auf die innereuropäische Frischelogistik, die Kühlhausindustrie und die europäischen Häfen haben.

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3 Fragen an ... Nicole Visbeen, Geschäftsführerin von DailyFresh Logistics, Niederlande

3 Fragen an...

Nicole Visbeen, Geschäftsführerin von DailyFresh Logistics, Niederlande

Welche Bedeutung hat Großbritannien für Ihr Unternehmen?

Eine sehr große: Von Belgien und Holland aus beliefern wir ausschließlich Großbritannien und das bereits seit 20 Jahren. Täglich verschiffen wir nach England etwa 150 bis 200 Lastwagenanhänger mit jeweils rund 26 Paletten.

Welche Auswirkungen wird der Brexit auf Ihr Geschäft haben?

Ich denke, es wird ein Abkommen geben, aber das kann noch Monate dauern. Vermutlich verringert sich unsere Exportmenge zunächst um 30 bis 40 Prozent. Ein harter Brexit würde aber auch weniger Konkurrenz  bedeuten. An geschlossenen Grenzen wären jedes Mal Registrierungen notwendig. Die Zollstellen haben kein ausreichendes Personal. Wir bräuchten etwa zwei Tage längere Vorlaufzeiten. Das ist für frische Produkte natürlich schwierig.

Wie bereiten Sie sich auf den Brexit vor?

Wir haben im letzten Monat eine englische Firma aufgebaut und alle unsere IT-Systeme geändert. 80 unserer Anhänger sind jetzt in Großbritannien stationiert, dort arbeiten ja bereits 50 Prozent unserer Mitarbeiter.

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Schaufenster Handel

Für Sie entdeckt: neues und außergewöhnliches Obst und Gemüse von der aktuellen FRUIT LOGISTICA.

Schaufenster Handel
Wie eine Rose falten sich die Blätter der Rosa del Veneto auf. Der Radicchio ist nicht so bitter wie herkömmliche Sorten, aber ebenso bissfest. Aufgrund seines milden Geschmacks wird er gerne als Salat gegessen. Vor allem Köche verwenden ihn wegen seiner ungewöhnlichen Farbe zur Präsentation von Gerichten. Sie machten den rosa Radicchio über Europa hinaus bekannt, sodass er heute bis nach Korea exportiert wird.

LA ROSA di Queruli Paolo
Halle 2.2, Stand B-07
Kontakt: Modestina Queruli
T: +39 0429 784809
info@radicciolarosa.it

Schaufenster Handel
Die Indian Bittermelon gehört zu den Kürbisgewächsen und wird ihrem Namen gerecht: Sie ist sehr bitter. In vielen asiatischen Ländern ist sie seit Jahrhunderten beliebt und wird roh oder als Curry gegessen. Sie soll eine heilende Wirkung haben und kommt unter anderem in der ayurvedischen Medizin zum Einsatz. Die Frucht wächst das ganze Jahr über in tropischen Lagen Asiens, Südamerikas, Afrikas und der Karibik.

Carvexco
Halle 26, Stand E-07
Kontakt: Serge Budhai
T: +31 (0) 650448779
serge@carvexco.com

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Future Lab

Qualität gesucht

Gute Qualität ist das Argument Nummer eins, wenn Verbraucher entscheiden, in welchem Supermarkt sie einkaufen. Das hat die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ermittelt. Doch nicht immer hält das Geschmackserlebnis, was das Äußere verspricht. „Zu lange hat man sich in der Branche darauf konzentriert, Handelsspezifikationen einzuhalten und  dabei die Bedürfnisse der Konsumenten vernachlässigt“,  meint Jelger de Vriend. Der Mitbegründer des Unternehmens Innovative Fresh stellt das Konzept InQuality vor. 2018 in Schweden eingeführt,  kombiniert es die Qualitätsüberwachung im Supermarkt, die Schulung der Mitarbeiter und die Beratung der Führungskräfte. „Ziel ist es, die Qualitätserwartungen der Verbraucher zu übertreffen“, sagt de Vriend.

„Verbraucher dürfen sich freuen – Revolutionierung der Qualität“
Freitag, 8. Februar 2019
12:00-12:30 Uhr
Halle 26

Fresh Product Forum

Verpackungen im Fokus

Mit jährlich rund 220 Kilogramm pro Kopf ist Deutschland europäischer Spitzenreiter in Sachen Verpackungsmüll. Seit dem 1. Januar 2019 gilt das Verpackungsgesetz (VerpackG). Es verpflichtet jeden, der gefüllte Verpackungen in Umlauf bringt, für deren Rücknahme und Verwertung zu sorgen. Dafür ist eine Registrierung beim neuen Verpackungsregister „Lucid“ erforderlich. Im Ergebnis sollen mehr Verpackungen recycelt werden. Kaasten Reh vom Fruchthandel Magazin diskutiert mit Massimo Bellotti, International Sales Manager der Groupe Guillin und Kim Cheng, Managing Director beim Deutschen Verpackungsinstitut, das neue Gesetz und seine Bedeutung für den internationalen Fruchthandel.

„Das neue Verpackungsgesetz – Herausforderungen und Lösungen“
Freitag, 8. Februar 2019
11:00-12:00 Uhr
Halle B/CityCube Berlin

Logistics Hub

Brexit – was nun?

Die Möglichkeit eines harten Brexits stellt die Logistikbranche vor große Herausforderungen.  Sie sind Thema vieler Veranstaltungen am Freitagvormittag im Logistics Hub. Robert Hardy von Oakland Invicta skizziert in seinem Vortrag die Risiken und Lösungen der Logistikbranche für die verladende Wirtschaft im Frischesegment, sollte es zu einem harten Brexit kommen. Moderator Alex von Stempel, Geschäftsführer von Freshwater Logistics, hakt nach, ob es zu einer Umlenkung der Handelsströme kommt, ob die wachsenden Logistikrisiken langfristig an die Verlader in Form höherer Preise weitergereicht werden und inwiefern der Brexit ein Freibrief für den internationalen Schmuggel sein kann.

„Die Auswirkungen von Handelskonflikten auf die Frischelogistik“

Freitag, 8. Februar 2019

10:25 - 10:45 Uhr

Halle 26

Start-Up Stage

Frische Ideen

Auf der neuen Start-up Stage stellen junge Unternehmen zukunftsweisende Lösungen für die Obst- und Gemüsebranche vor. In zehnminütigen Kurzvorträgen zeigen sie, wie Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette optimiert werden können. Der erste Block widmet sich dem Thema „Farmtechnologie“ und reicht von Präzisionslandwirtschaft über drohnengestützte Schädlingsbekämpfung und robotergesteuerte Obsternte bis zum Einsatz solarbetriebener Pumpen für die Bewässerung. Im zweiten Block zum Thema „Supply Chain Management“ zeigen junge Unternehmen, wie digitale Technologien helfen können, die Qualität der Ernte zu sichern, Transparenz und Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten und Transportprozesse zu optimieren.

Start-up Stage
Freitag, 8. Februar 2019
10:00-14:00 Uhr
Halle 9, Stand B-12/B-13

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Video des Tages

Video des Tages

Die FRUIT LOGISTICA ist die zentrale Plattform für Hersteller und Händler der Obst- und Gemüsebranche weltweit. Welche Bedeutung sie für das eigene Geschäft hat, erklären Aussteller aus Afrika, Asien und Europa im Video zu Tag 2 der internationalen Messe.

 

Alle Videos und Interviews unter:

https://www.youtube.com/channel/FruitLogistica

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Impressum

Susanne Tschenisch
Global PR Manager

tschenisch@messe-berlin.de
T: +49 30 3038 2295

Messe Berlin GmbH
Messedamm 22
14055 Berlin

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