Navigation | Seiteninhalt | Zusätzliche Informationen

Seiteninhalt

Presse-Information

03. Februar 2015

Eröffnungsbericht: FRUIT LOGISTICA 2015: Das bedeutendste Ereignis der Frischfruchtbranche erneut mit Rekordzahlen

FRUIT LOGISTICA 2015: Das bedeutendste Ereignis der Frischfruchtbranche erneut mit Rekordzahlen

2.750 Aussteller aus 83 Ländern bilden die komplette Wertschöpfungskette des Fruchthandels ab – Über 60.000 Fachbesucher aus mehr als 130 Ländern kommen nach Berlin – Innovation des Jahres wird mit dem zehnten FRUIT LOGISTICA Innovation Award ausgezeichnet – 2014 wurden weltweit rund 1,8 Milliarden Tonnen Obst und Gemüse erzeugt – Portugal offizielles Partnerland

Mit 2.750 Ausstellern aus 83 Ländern, das sind rund 150 Aussteller mehr als im Vorjahr, wird die FRUIT LOGISTICA 2015 das bedeutendste und umfassendste Branchentreffen des globalen Fruchthandels, das es jemals gegeben hat. 90 Prozent der Aussteller und rund 80 Prozent der über 60.000 erwarteten Fachbesucher aus mehr als130 Ländern kommen aus dem Ausland. Das macht die FRUIT LOGISTICA, die vom 4. bis 6. Februar in Berlin stattfindet, zu einer der internationalsten Messen weltweit.

Dr. Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH: „Es gibt weltweit kaum eine Leitmesse, die eine so unumstrittene Führungsposition inne hat wie die FRUIT LOGISTICA. Das unterstreichen nicht nur die erneuten Rekordzahlen, sondern auch der Status der FRUIT LOGISTICA als wichtigste Business-, Innovations- und Informationsplattform der Frischfruchtbranche.“

Innovationsplattform FRUIT LOGISTICA: „Spotlight“ mit 34 Weltpremieren

Zur FRUIT LOGISTICA 2015 erscheint zum ersten Mal „Spotlight“. Diese exklusive Übersicht von Premieren und Neuheiten bietet Ausstellern der Leitmesse des internationalen Frischfruchthandels die Möglichkeit, ihre neuen und weiterentwickelten Produkte und Dienstleistungen in Wort und Bild vorzustellen. „Spotlight“ richtet sich an Fachbesucher, die ihren Messebesuch so noch gezielter planen können, und zur journalistischen Nutzung an Medien. Bereits bei der Premiere beinhaltet „Spotlight“ insgesamt 70 Beiträge, darunter 34 Welt- und 9 Europapremieren.

Portugal als offizielles Partnerland im Fokus

Portugal, offizielles Partnerland der FRUIT LOGISTICA 2015, hat seinen bislang stärksten Auftritt angekündigt. Auf den rund 600 Quadratmetern des portugiesischen Pavillons werden sich die wichtigsten Exporteure des Landes präsentieren. Das Land am Atlantik will nicht nur seine Bekanntheit weiter steigern, sondern auch seine Position als Lieferant von Qualitätsprodukten für den internationalen Einkauf unterstreichen. Das Exportvolumen von Obst und Gemüse aus dem südeuropäischen Land wächst beständig und steigerte sich in den vergangenen drei Jahren um 26 Prozent – von 780 Millionen Euro im Jahr 2010 auf 983 Millionen Euro im Jahr 2013. Diese von Portugal Fresh, dem Verband der Obst-, Gemüse- und Blumen-Exporteure, veröffentlichten Zahlen belegen, dass das Land Marktvorteile auf dem Weltmarkt gewinnt, die vor allem auf Produkte mit hoher Qualität zu wettbewerbsfähigen Preisen zurückzuführen sind. Im vergangen Jahr hat Portugal Obst und Gemüse im Wert von 2,6 Milliarden Euro produziert, wobei die Exporte rund eine Milliarde Euro ausmachten.

Daten zum weltweiten Obst- und Gemüsehandel

Nach aktuellen Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbh (AMI), Bonn, wurden weltweit im Jahr 2014 circa 970 Millionen Tonnen Gemüse (ohne Melonen) und etwa 820 Millionen Tonnen Obst (mit Melonen) erzeugt. Sowohl die Obstproduktion als auch die Gemüseproduktion sind in den letzten Jahren stetig gestiegen.

Die Obsternte der EU fiel im Jahr 2014 mit knapp 38 Millionen Tonnen fast genauso hoch aus wie im Vorjahr. Bei Gemüse dürfte die Ernte 2014 in der EU mit circa 63 Millionen Tonnen gegenüber dem Vorjahr um rund vier Prozent gestiegen sein.

Dem ernteschwachen Vorjahr folgten 2014 in nahezu der gesamten deutschen Obstproduktion sehr hohe Erntemengen. Eine starke Konkurrenz innerhalb des Sortiments sorgte für Preisdruck, aber auch für sehr große Absatzmengen. Mit knapp 1,4 Millionen Tonnen erreichte man fast das Niveau der Rekordernte des Jahres 2009/10. Bei Äpfeln wurde zum ersten Mal seit jener Saison wieder das volle Ertragspotenzial genutzt, die Ernte überschritt die Grenze von einer Million Tonnen. Die Marktproduktion von Gemüse erreichte 2014 nach AMI-Schätzung mit 3,9 Millionen Tonnen (+ 14 Prozent) das bislang höchste Ergebnis der letzten 25 Jahre.

Die deutschen Frischgemüseimporte sind 2014 wahrscheinlich geringfügig gesunken und beliefen sich nach AMI-Schätzung auf knapp 3,1 Millionen Tonnen. Im Jahr 2013 war mit knapp 3,2 Millionen Tonnen ein Einfuhrrekord erreicht worden. Die Niederlande und Spanien sind nach wie vor die wichtigsten Lieferanten für Frischgemüse. Beide Länder zusammen bringen es auf fast zwei Drittel der Gesamteinfuhr.

Die deutschen Frischobsteinfuhren dürften 2014 den Rekordwert aus dem Vorjahr (5,2 Millionen Tonnen) nicht ganz erreichen. Besonders Obstarten der gemäßigten Breiten wurden weniger importiert, bei den Südfrüchten blieb die Menge fast konstant. Vor allem Bananen haben sich gut behauptet.

Jeder Privathaushalt kaufte 155,7 Kilogramm frisches Obst und Gemüse

Die Privathaushalte in Deutschland kauften im Jahr 2014 mit 85,4 Kilogramm je Haushalt knapp zwei Prozent weniger Frischobst ein und gaben dafür mit 153,56 Euro knapp fünf Prozent weniger aus. Der zuletzt deutliche Preisanstieg für Frischobst setzte sich 2014 also nicht fort. Äpfel, Bananen und Orangen werden in Deutschland in größter Menge eingekauft. Dabei haben Äpfel und Orangen 2014 verloren, während Bananen sich gehalten haben. Deutlich verloren haben Tafeltrauben, wofür eine verregnete Saison in Italien mit verantwortlich war. Unter den wenigen Gewinnern bei den Top Ten Frischobstarten nehmen Birnen einen besonderen Platz ein.

Mit 70,3 Kilogramm je Haushalt stieg der Konsum von Frischgemüse um knapp zwei Prozent. Die Verbraucherausgaben sanken dagegen um gut ein Prozent auf 147,76 Euro. Tomaten, Möhren und Zwiebeln sind von der Einkaufsmenge her nach wie vor die bedeutendsten Produkte, alle drei mussten aber leichte Einbußen bei der Einkaufsmenge verzeichnen. Deutliche Zuwachsraten verzeichneten die dann folgenden Gurken und Paprika. Den höchsten relativen Zuwachs gab es aber beim Spargel, der von einer reichlichen Inlandsernte profitierte.

Die Top Ten der beliebtesten Obst- und Gemüsesorten der Deutschen

Beim Frischobst betrug die Einkaufsmenge pro Privathaushalt in Deutschland 2014 bei Äpfeln 18,5 Kilogramm, Bananen (15,6 Kilogramm), Orangen (9,3 Kilogramm), Easy Peeler (6,6 Kilogramm), Trauben (4,8 Kilogramm), Erdbeeren (4,4 Kilogramm) Melonen (4,4 Kilogramm), Birnen (3,2 Kilogramm, Nektarinen (3,0 Kilogramm) und Ananas (2,1 Kilogramm).

Beim Frischgemüse betrug die Einkaufsmenge pro Privathaushalt in Deutschland 2014 bei Tomaten 11,4 Kilogramm, Möhren (8,3 Kilogramm), Zwiebeln (7,5 Kilogramm), Gurken (7,4 Kilogramm), Paprika (5,9 Kilogramm), Eissalat (3,1 Kilogramm), Spargel (2,4 Kilogramm), Blumenkohl (2,0 Kilogramm), Porree (1,7 Kilogramm) und Zucchini (1,7 Kilogramm).

Wegweisend: Die Bio- und Frische Convenience- Route

Die Segmente „Bio“ und „Frische Convenience“ bieten ein großes Potenzial für Umsatzwachstum im Einzelhandel. Die Attraktivität dieser Segmente spiegelt sich deutlich auf der FRUIT LOGISTICA wider: Über 600 Aussteller präsentieren in diesem Jahr ihre Bio-Produkte auf der FRUIT LOGISTICA. Davon nehmen 146 Aussteller mit zertifizierten Produkten an der Bio-Route teil. Auch bei den über 250 Ausstellern aus dem Frische Convenience-Bereich ist ein Wachstum zu verzeichnen. Von ihnen beteiligen sich rund 50 an der Frische Convenience-Route.

Das fachliche Begleitprogramm

Den Auftakt bildet das 34. Frische Forum Obst und Gemüse am Vortag. Im Mittelpunkt steht die Frage „Ernährung 2020 - Was will der Verbraucher?“ (Dienstag, 3. Februar 2015, 15 bis 18.30 Uhr, Halle 7.3a, Saal Berlin).

Um die große Bedeutung technischer Lösungen für den Fruchthandel zu betonen, wird es auf der FRUIT LOGISTICA 2015 erstmals eine exklusive Veranstaltungsreihe für den Bereich Maschinen, Technik und Verpackung geben. Auf der Tech Stage (Halle 7.1c) stellen 10 Aussteller der FRUIT LOGISTICA dem Fachpublikum technische Neuheiten und Innovationen vor.

In der Veranstaltungsreihe Future Lab (Halle 21, Stand D-09) werden Produkte, Projekte oder Lösungsansätze präsentiert, die in wenigen Jahren die Obst- und Gemüsebranche mit Innovationen bereichern oder entscheidend zur Optimierung entlang der Wertschöpfungskette beitragen können.

In neun Hallenforen (Kleiner Stern) stehen die aktuellen Fragen der Branche auf der Tagesordnung, auf die Experten kompetente Antworten formulieren.

Alle Veranstaltungen werden simultan in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch übersetzt. Einen Überblick zu allen Veranstaltungen des fachlichen Begleitprogramms finden Fachbesucher hier.

Innovation des Jahres

„And the winner is…“ wird es am 6. Februar 2015 heißen, wenn im Rahmen einer Preisverleihung der Gewinner des FRUIT LOGISTICA Innovation Award (FLIA) verkündet wird. Er gilt als begehrteste Branchenauszeichnung für Innovationen im Fruchthandel. Mit dem FLIA werden herausragende neue Produkte und Dienstleistungen im Obst- und Gemüsesektor gewürdigt, die der Fruchthandelsbranche neue Impulse geben. Eine Jury hat aus zahlreichen Bewerbungen zehn Kandidaten nominiert. Aus ihnen wählen die Fachbesucher der FRUIT LOGISTSICA an den ersten zwei Messetagen im Übergang zwischen Halle 20 und 21 ihren Favoriten.

Die Nominierten des FRUIT LOGISTICA Innovation Award 2015 sind in alphabetischer Reihenfolge:

1. Aviv Flowers Packing House Ltd, Israel: „Aurora Seedless Papaya ” – eine kleine, kernlose Papaya-Sorte

2. Bakker Barendrecht (Member of the UNIVEG Group), Niederlande: „DIY fresh packs“ –Mischpackungen von Obst/Gemüse mit zusätzlichen Ingredienzen und Rezepten für bestimmte Gerichte

3. Cabka Group GmbH, Deutschland: „Eye-Catcher“ –

ein Warenpräsentationssystem für Steigen am POS

4. Atlas Pacific Engineering, Inc., USA: „FC 15 Fruit Chunker“ – eine Fruchtschneidemaschine für Ananas und Melonen

5. Polymer Logistics, Deutschland:„Holzdekor-RPC“ –Mehrwegsteigen im Holzdekor

6. BelOrta, Belgien: „Lemoncherry“ – Eine gelbe Kirschtomatensorte

7. Holfeld Plastics Ltd, Irland: „Low Carbon rPETeCo“ –

Verpackungsmaterial, das zu 90 Prozent aus wiederverwerteten Kunststoffflaschen besteht

8. Sunforest Co. Ltd., Südkorea: „Portable Nondestructive Fruit Quality Meter” – ein mobiles Messgerät zur Qualitätssicherung

9. Regal'in Europe, Frankreich: „Regal'in™ Apple“ –

eine neue Apfelsorte

10. Hepro GmbH, Deutschland: „UP-8000“ – eine Schälmaschine für längliche Gemüsesorten wie Karotten, Gurken und Rettich

Besucherinformation

Die FRUIT LOGISTICA 2015 ist vom 4. bis 6. Februar täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Beim Kauf von Tickets online sind die Eintrittskarten zum Vorzugspreis von 27 Euro für die Tageskarte und 57 Euro für den Dauerausweis erhältlich. An der Tageskasse kostet die Eintrittskarte 37 Euro, der Dauerausweis 78 Euro. Der Dauerausweis inklusive der Teilnahme am „34. Frische Forum Obst und Gemüse“ kostet 90 Euro. Alle Eintrittskarten beinhalten den Messekatalog. Von den Flughäfen Berlin-Tegel und Berlin-Schönefeld fahren vom 4. bis 6. Februar von 8 bis 19 Uhr im 15- beziehungsweise 30-Minuten-Takt kostenlose Bus-Shuttle zum Messegelände (Eingänge Nord und Süd). Darüber hinaus bietet die FRUIT LOGISTICA kostenlose Bus-Shuttle zwischen zahlreichen Hotels und dem Messegelände an.